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Kirche St. Petrus Canisius

 

Das Canisianum befindet sich in der Stiftsstraße 14-18 in Saarlouis, neben dem Alten- und Pflegeheim St. Augustin. Bei der zum Canisianum gehörenden Kirche St. Petrus Canisius handelt es sich um einen einschiffigen, neoromanischen Bau mit Dachreiter. Das Langhaus ist dreijochig mit Kreuzrippengewölbe. Daran schließt ein eingezogener, kurzer Polygonchor an.  

 

Die Geschichte des Canisianum ist fast so alt wie die der Stadt Saarlouis[1] selbst. Augustinermönche des Wallerfanger Konvents ließen sich, an der Stelle an der sich heute das Canisianum befindet, innerhalb der Stadtmauern der Festungsstadt nieder und errichteten hier Kloster und Kirchbau. Die „augistinische Zeit“ des Canisianums reichte von 1691 bis ca. 1792, also zur Französischen Revolution, der Umbenennung der Stadt in Sarre-Libre und der einhergehenden Säkularisierung und der einhergehenden Zwangsauflösung der Klostergemeinschaft. Mit Übernahme der Gebietshoheit und Stadtverwaltung durch Preußen ab 1815 im „Frieden von Paris“ kam es 1840-41 zum Teilabriss eines Teils der ursprünglichen Klosterteile und zur Errichtung eines Hospitals. Mit den Arbeiten war Johann Claudius von Lassaulx beauftragt worden[2]. An Einweihung und Verwendung erinnert heute noch die Inschrift „Hospizienhaus, erbaut im Jahre 1840“ über dem Eingang. Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1900/1901 als Krankenkapelle unter der Leitung von Wilhelm Schmitz erbaut.

 

Im Zuge der Entfestung von Saarlouis ab 1890, der Abschaffung der Intro-/Extra-Muros-Regelungen, bestand für die Stadt in der Folgezeit ein wachsender Bedarf auch im Bereich der medizinischen Versorgung, was zur Errichtung des städtischen Krankenhauses führte, womit das Hospiz somit nicht mehr benötigt wurde. Dies führte 1929 zum Kauf durch den Jesuitenorden (vgl. Petrus Canisius). Der Orden führte in den Jahren 1979 und 1980 noch recht umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen durch, 2007 kam das Ende, da nur noch 4 Mitglieder der Societas Iesu vor Ort waren und die Aufgabe des Standortes beschlossen wurde. Die Kirche wurde profaniert und von Seiten der Stadt zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten geprüft. 2012 hat die Priesterbruderschaft St. Petrus, Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri FSSP, das Gebäude und die Kirche übernommen. Ziel ist es, laut Aussage P. Werner Barthel FSSP, dort die Heilige Messe nach dem tridentinischem Ritus zu feiern. Die Benediktion der Kirche St. Petrus Canisius erfolgte am 10. Juni 2012[3].

 

Im Jahr 2012 hat die Priesterbruderschaft St. Petrus das leerstehende Kirchengebäude erworben, um dort die Heilige Messe nach tridentinischem Ritus zu feiern. Die Wiedereröffnung und Benediktion der Kirche erfolgte am 10. Juni 2012.[1]

 

 

[1] 1680 Baubeginn Sarre-Louis, 1683 Verleihung Stadtwappen

 

[2] Vgl. Saarland, Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr:  Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Mittelstadt Saarlouis, http://www.saarland.de/dokumente/thema_denkmal/TDL-MSSLS_16-02-2011.pdf [eingesehen am 14.06.2012].

 

[3]  Bilder, siehe: http://bit.ly/LnG3tp.

 


Schlagworte:

Petrus Canisius, Kirche, Augustiner, Wallerfangen, Konvent

 

Phelan Andreas Neumann, 2012/06/14 - 16:26, Artikelkennung: 20120614162608-phelan


Zitierhilfe:
Phelan Andreas Neumann: Kirche St. Petrus Canisius, Fassung vom 2012/06/14 - 16:26, http://socials.rodena.de/Blog.php5?id=20120614162608-phelan [eingesehen am 11.12.2017].
oder:Phelan Andreas Neumann: Kirche St. Petrus Canisius, Fassung vom 2012/06/14 - 16:26, http://socials.csv.net/Blog.php5?id=20120614162608-phelan [eingesehen am 11.12.2017].

 

 

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