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Hände weg von den Stillen Tagen. Danke!

 

OSTERN 2014 UND WIEDER HEISST ES: WEG MIT DEN STILLEN TAGEN?! – DIESE FORDERUNG FÜHRT SCHLIMMSTENFALLS ZU ARBEITNEHMER- UND FAMILIENFEINDLICHEN NEUREGELUNGEN

Sich auf ein stattlich geregeltes Tanzverbot an den Stillen Feiertagen zu berufen, nur da Deutschland christlich-abendländisch geprägt ist, scheint einer pluralistisch-multikulturellen Gesellschaftsstruktur, wie man sie auch im Saarland vorfindet, nicht mehr angemessen zu sein. Man sollte einem Mitbürger aus einem anderen Kulturkreis keine religiös motivierten Tanzverbote aufzwingen, sondern es jedem selbst überlassen, ob er denn auch am Karfreitag tanzen möchte oder es lieber sein lässt, so die mancherorts zu hörende, angeblich sinnvolle politische Forderung zur Osterzeit. Es ist schon faszinierend, dass weder das Alevitisch-Türkische Kulturzentrum, die Bahá‘í-Gemeinde, die Islamische Gemeinde Saarland e.V., die Synagogengemeinde Saar, die DITIB, oder andere religiöse Gruppierungen diese Forderung ernsthaft und mit Nachdruck aufbringen und verfolgen. Vielleicht haben gerade unsere Mitbürger auch mit nicht-christlichen Glaubenshintergründen erkannt, dass die Aufhebung der Stillen Tage auch die logische Grundlage der freien Sonntage tangiert. Und somit nicht nur die ländergesetzlich geregelten Stillen Tage, sondern eben auch die Sonntagsruhe des Art. 140 GG iVm Art. 139 WRV an sich beträfe. Denn wer bei den Stillen Tagen die christlichen Grundlagen kritisiert, kann doch später nicht allen Ernstes die christlichen Traditionen des Sonntags verteidigen und aufrecht erhalten wollen! Denn auch die Sonntagsruhe geht auf Kaiser Konstantin, Papst Silvester I. und das Erste Konzil von Nicäa zurück - sowie regionalspezifisch auf Karl den Großen und sein Ziel das Christentum in seinem Reich umzusetzen - zurück.

Beseitigt man die länderspezifischen, gesetzlichen Regelungen um die Stillen Tage mit der Begründung eines nicht mehr zeitgemäßen Katholizismus in unserer pluralistischen Gesellschaft, dann öffnet man Tür und Tor um die in Art. 139 geregelten Sonn- und Feiertage zu beseitigen – und damit auch die, der „seelischen Erhebung“ dienenden und geschützten Arbeitsruhe. Willkommen 7-Tage-Arbeitswoche, willkommen 365-Tage-Arbeitsjahr. Auf Wiedersehen Tage an denen Familien von morgens bis abends zusammen sein können, etwas ohne Zeitdruck gemeinsam unternehmen können. Auf Wiedersehen Tage der notwendigen Regeneration für Arbeitnehmer. Wägen wir Pro- und Contra einfach mal ab: 11 Tage sind Stille Tage im Saarland, dazu zählen: der Neujahrtag, der Tag der Arbeit, der Tag der Deutschen Einheit (Tag der offenen Synagogen und Moscheen!), der 1. und 2. Weihnachtstag. Es sind ganze 11 Tage an denen man leiser sein soll und wo man nicht rund um die Uhr tanzen kann. Kippt man diese 11 Tage, öffnet man aber die Argumentationsschleuse zur Abschaffung von 52 resp. 53 arbeitsfreien Sonntagen im Jahr. Verbunden mit fünf absolut nachvollziehbaren, teils religionsübergreifenden/religionsunabhängigen Stillen Feiertagen, kommt man somit auf 57 resp. 58 Tage der Arbeitsruhe und Familienzusammenführung, die man hier bereitwillig zu opfern bereit ist, um mE eine politische Schlagzeile zu generieren!

57/58 Tage, die für Familien wichtig sind, die den Arbeiternehmern zur Entspannung dienen, zur dringend notwendigen Regenerationen von harten Arbeitswochen. Subsummiert: 6:57/58 Tagen… man riskiert wegen sechs Tagen über acht WOCHEN! Pro-Familie, Pro-Erholung für Arbeitnehmer! Solch eine Forderung kann doch bei diesem Damoklesschwert nicht wirklich ernst gemeint sein. Das ist ja liberale Arbeitgeberpolitik sowie der Niedergang der Familienpolitik in Albtraumausprägung!

 


Schlagworte:

Ostern, Stille Tage, GG,

 

Phelan Andreas Neumann, 2014/04/26 - 03:10, Artikelkennung: 20140426031042-phelan


Zitierhilfe:
Phelan Andreas Neumann: Hände weg von den Stillen Tagen. Danke!, Fassung vom 2014/04/26 - 03:10, http://socials.rodena.de/Blog.php5?id=20140426031042-phelan [eingesehen am 18.10.2017].
oder:Phelan Andreas Neumann: Hände weg von den Stillen Tagen. Danke!, Fassung vom 2014/04/26 - 03:10, http://socials.csv.net/Blog.php5?id=20140426031042-phelan [eingesehen am 18.10.2017].

 

 

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