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GROKO Saar und wie man einem Zukunftsort die Zukunft raubt!

 

GROKO Saar und wie man einem Zukunftsort die Zukunft raubt!

 

VertreterInnen der Kreisverbände DIE LINKE. Neunkirchen und Saarlouis trafen sich am 24. April 2014 im „Zukunftsort Landsweiler-Reden“ mit Vertretern des Edutainment Centers Gondwana – u.a. Matthias Kuhl – und des Zentrums für Biodokumentation des Landesamtes für Umwelt und Arbeitssicherheit (ZfB), um sich über den aktuellen Stand der dortigen Projektierungen persönlich zu informieren. Denn dort war in der Vor-GROKO-Zeit ein innovativer, die Region belebender Standort geplant worden, dessen Entwicklung aber eindeutig zum Stillstand gekommen ist und bei dem man meist nur - und das auch noch völlig inkorrekt - vom Gondwana-Dinopark in der Presse liest.

 

Nimmt man einen Beitrag der FDP kann man erkennen wie auf politischer Ebene, federführend sind hier SPD und FDP zu nennen, durch Unwissenheit und Unlust sich zu informieren, eine ganze Region zum Stillstand verdammt wurden: „Beim Dino-Park ist in unverantwortlicher Art und Weise mit Geld umgegangen worden. Der eigentliche Skandal daran ist, dass das Land Geld, welches es gar nicht hat, in Plastik-Dinos investiert und damit den Schuldenberg für die junge Generation mal wieder vergrößert anstatt in Bildung zu investieren.“ Diese Phrasendrescherei zeigt zweierlei deutlich. Einmal wurde nicht verstanden, dass für die Errichtung des außerschulischen Lernortes Gondwana primär EU-Mittel verwand wurden, zum anderen, dass im Edu(cationenter)tainment-Center Gondwana neben hochwertigen Repliken zahlreiche echte Fossilien, saarländische Bodenfunde, Labore für SchülerInnen uvm. zu finden sind. Dass zahlreiche Schulen Exkursionen in das Edutainment-Center durchführen, um sich in dem hochinteressanten Mix aus Fossilien und greifbaren Dinosaurierrepliken über eine längst vergangene Zeit zu informieren, dessen Bedeutung für das Saarland im ZfB, im „Erbe“ sowie im Center selbst weiter ausgeführt werden: den Steinkohlebergbau.

So fand die Vorstellung des außerschulischen Lernkonzeptes, nach dem vorherigen Besuch Anfang April 2014, bei einigen Schulen im Landkreis Saarlouis, mehr als nur positive Resonanz. Warum lässt man das bestehende Interesse so ungenutzt, statt es aktiv zu fördern. Wenn es wirklich um Bildung geht und nicht um ein Politikum, dann sollte man endlich Initiative zeigen und versuchen den Standort sinnvoll zu nutzen.

Denn gerade durch die Etablierung des außerschulischen Lernortes für den Paläobereich, ergänzt durch die Dauerausstellung und besuchbaren Sammlungen des Zentrums für Biodokumentation, der Denkmalschutzbehörde sowie dem „Erbe“ bietet sich eine geradezu einmalige Chance ein schlüssiges Lehrkonzept umsetzen und einen außerschulischen Hort der Bildung zu etablieren. Würde man dies Ganze durch eine Aufwertung der Infrastruktur ergänzen, z.B. Brückenbau zur direkten Verbindung des Areals mit dem Bahnhof, könnte man an dem ausgewiesen „Zukunftsort“ tatsächlich etwas für die Zukunft umsetzen; selbst ein eigenständiger (paläo-)archäologischer Campus wäre denkbar.

 

Das Reden auch für die komplette Neunkircher Region Bedeutung erlangen könnte, sollte man in die aktuellen Leerstände endlich die ursprünglich angedachten Projektierungen oder sinnvolle Alternativen ansiedeln, steht außer Frage. Dabei muss es sich auch nicht primär um weitere kulturelle oder schulische Bereiche handeln, sondern es sollte auch sehr wohl für Firmen, die den Wirtschaftsstandort aufwerten, Anreize geboten werden.

Denn gerade der kulturell-schulische Bereich ist bei einer Ausnutzung aller möglichen Synergieeffekte zwischen den schon vorhandenen Instituten, dem Edutainment-Center, der ehemaligen Grube, den Schülerlaboren und Schulklassen-Lehrräumen, als fast optimal positioniert zu bezeichnen. Sogar die Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen findet man hier in Reden. Selbst wenn hier „nur“ der Landkreis aktiv würde, könnte schon einiges erreicht werden, sinnvoller wäre aber immer noch, dass das Land seine ursprünglichen Zusagen endlich ernst nimmt und an die Umsetzungen geht.

Fakt ist, hier wird zur Zeit die Chance verspielt Synergieeffekte zu nutzen, die der Universität des Saarlandes, den angesiedelten Institutionen sowie dem Edutainment-Center Gondwana zugutekämen, hier wird auf geradezu beschämende Art und Weise eine ganze Region in ihrer Entwicklung behindert. Die Pläne rund um Landsweiler-Reden müssen wieder auf den Tisch, das Konzept, dass durch die Regierung geradezu in die Ecke eines Dino-Parks manövriert wurde, dort zeitnah und nachhaltig herausgeholt werden, neue Kooperationen und Netzwerkbildungen angedacht und umgesetzt werden, vitale Impulse in Reden gesetzt werden. Ein guter Anfang wäre schon dadurch erreicht, dass die Landesregierung das Edutainment-Center Gondwana sowie die Dauerausstellung des ZfB endlich korrekt als außerschulische Lernorte bewirbt und nicht als Dino-Park mit Anhängsel. Dies zeigt nur eines, nämlich, dass sich von den Verantwortlichen noch keiner die Mühe gemacht hat, sich die Gegebenheiten vor Ort mal persönlich genau anzuschauen und alle Möglichkeiten zu prüfen.

 

Kontraproduktiv sind Falschmeldungen wie „Investor will sich zurückziehen“, denn davon war aus seiner Sicht nie die Rede. Sehr wohl hat Matthias Kuhl aber den Wandel der aktuellen Gesellschaftsform angeregt, damit die Verzahnung der Institute und ein möglicher Neueinstieg des Landes vereinfacht werden kann.

 

 


Schlagworte:

Gondwana, Edutainment, au├čerschulisches Lernen, Perspektive

 

Phelan Andreas Neumann, 2014/04/26 - 03:26, Artikelkennung: 20140426032614-phelan


Zitierhilfe:
Phelan Andreas Neumann: GROKO Saar und wie man einem Zukunftsort die Zukunft raubt!, Fassung vom 2014/04/26 - 03:26, http://socials.rodena.de/Blog.php5?id=20140426032614-phelan [eingesehen am 19.11.2017].
oder:Phelan Andreas Neumann: GROKO Saar und wie man einem Zukunftsort die Zukunft raubt!, Fassung vom 2014/04/26 - 03:26, http://socials.csv.net/Blog.php5?id=20140426032614-phelan [eingesehen am 19.11.2017].

 

 

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