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Universität des Saarlandes – Status der Volluniversität soll wohl der Bischof retten?

 

Reduktion auf 5 Fakultäten, ca. 5.000 Studierende weniger als Maxime, Lehramtsstudiengänge entfallen teilweise, MusikWiss und Kunstgeschichte sollen abgegeben werden. Geographie, Mechatronik uem. sollen ganz eingespart werden; „nun gut, wer braucht den auch schon Geographie in Zeiten von google Maps“ werden sich die Damen und Herren wohl gedacht haben.

Immerhin: Europaausrichtung und Kooperation auch mit Luxemburg stehen auf der Agenda. Interessant oder tragikomisch wird es bei der Evangelischen und Katholischen Theologie. Hier soll allen Ernstes eine Finanzierung durch die jeweilige Kirche angestrebt werden. Und das während die Römisch-katholische Kirche Mega-Dechanate zusammenfasst und die internen Sparmaßnahmen der angepeilten neuen Träger schon voll greifen. Offensichtlich legt man keinen gesteigerten Wert auf einen der traditionellen Zweige einer Volluniversität, sonst würde man hier sicherlich andere Wege finden. Mit ihren knapp 1 Mio. Euro ist es auch nicht gerade der Sparfaktor Nr. 1! Nun kann man wohl tatsächlich nur noch beten, dass Bischof Ackermann hier tatsächlich einspringen wird, damit die UdS auch weiterhin Volluniversität bleibt.

Die dritte Alternative wäre, dass man das Semesterticket ohne großen Aufpreis so umgestaltet, dass die Studierende damit bis Trier fahren können. Hier geben die sinkenden Studierendenzahlen, die die UdS zurzeit anpeilt, natürlich ein grundsätzliches Problem mit auf den Weg. Denn durch die sinkenden Studierendenzahlen dürfte auch das Ticket im Saarbereich schon teurer werden.

Für den Fall der Nichtübernahme der Trägerschaften durch die Kirchen muss die Politik schon frühzeitig -also JETZT! - einen Rettungsplan für die Theologie zu entwickeln. Es kann doch nicht ernsthaft sein, dass man einen 5. Pavillon plant, aber die knapp 1 Million für die theologische Ausbildung nicht zusammenbekommt. Das ist ein Armutszeugnis!

Die Auslagerung der Studiengänge, der Wegfall von Ausbildungsangeboten und somit der Zwang an weit entfernte Studienorte auszuweichen ist für Studierende aus finanziell schwächer stehenden Familien eine Katastrophe. Sicherlich, man kann sich auch über Darlehn schon während des Studiums verschulden und so versuchen sein Ausbildungsziel zu erreichen, doch fast 5.000 Studierende weniger als Ziel einzuplanen ist schon ein starkes Stück sozialer Unfairness im Bildungssektor. Von der Tatsache, dass man die UdS dabei ist herabzuwirtschaften und den Studienstandort Saar gefährdet, gar nicht erst zu reden. Wer an der Bildung spart, spart an der falschen Stelle!

 


Schlagworte:

UdS,CM,KathThel,Kirche

 

Phelan Andreas Neumann, 2014/06/14 - 01:56, Artikelkennung: 20140614015558-phelan


Zitierhilfe:
Phelan Andreas Neumann: Universität des Saarlandes – Status der Volluniversität soll wohl der Bischof retten?, Fassung vom 2014/06/14 - 01:56, http://socials.rodena.de/Blog.php5?id=20140614015558-phelan [eingesehen am 18.10.2017].
oder:Phelan Andreas Neumann: Universität des Saarlandes – Status der Volluniversität soll wohl der Bischof retten?, Fassung vom 2014/06/14 - 01:56, http://socials.csv.net/Blog.php5?id=20140614015558-phelan [eingesehen am 18.10.2017].

 

 

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